10.03.2011

Berliner Electro-Clubszene am Ende? – Maria am Ostbahnhof und Bar25 schließen

Einst war die Metropole an der Spree DAS Zentrum der elektronischen Musik. Doch nun wird an der Mediaspree nach der “Bar25″ auch die “Maria” am Ostbahnhof für immer ihre Türen schließen. Ist die Berliner Electro-Clubszene etwa am Ende?

Bar 25 ©Flickr cbmd

Berlin ist eine Stadt mit Flair. Die vielen verschiedenen Kulturen und Personen machen die Stadt an der Spree zu dem was sie ist – eine Kulturmetropole. Vor allem die Bezirke Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln bilden mittlerweile den künstlerischen Mittelpunkt. Berlin ist ein Schmelztiegel für viele verrückte Ideen. Ebenso ausgeflippt ist auch die Clubszene in den Bezirken, die vor allem Freunde der elektronischen Tanzmusik anzieht. Jedoch sind diese Locations in Gefahr.

Berliner Clubszene – Clubs müssen Mediaspree weichen

Der Tresor, das Berghain, die Maria, der KitKat Club, die Arena, die Bar25 oder das Watergate sind über die Grenzen hinaus bekannt. Hier treffen internationale Gäste auf internationales Publikum. Jedoch ist die Clubszene in Gefahr – Stichwort Mediaspree. Nach dem die Bar25 ihr eigenes kleines Universum an der Spree in der Holzmarktstraße verlassen muss, schließt auch Ende Mai 2011 der Club Maria am Ostbahnhof seine Türen. Eine Hamburger Projektentwicklungsgesellschaft möchte an dieser Stelle Wohnungen, Büros und ein Hotel errichten.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch! Die Maria veranstaltet vom 20. Mai 2011 bis zum 21. Mai 2011 eine riesige Abschiedsfeier. Auflegen werden namenhafte DJs Tok Tok, Gebrüder Teichmann, Dirty Döring, Jacob Richter, Haito oder Emerson.

Auch die Bar25 wird unter anderem Namen und an einem anderen Ort wieder ihre Tore öffnen. Der Name der neuen Bar25, der Standort und die Betreiber sind jedoch noch geheim. Wir können gespannt sein.

Neue Clubs öffnen in Berlin

Electro Fans können also beruhigt in die Zukunft schauen, denn ein Plätzchen zum Feiern findet sich immer. So machte zum Beispiel in Kreuzberg vor einigen Monaten der Club „My name Is Barbarella“ auf.

Trotzdem ist es einfach nur Schade, dass so feste und bekannte Institutionen wie die Maria oder die Bar25 schließen mussten. Die haben das Spreeufer belebt und welcher Tourist möchte auf seiner Spreerundfahrt nur Bürogebäude oder Wohnhäuser sehen? Was bleibt sind schöne Erinnerung an gute Zeiten. In diesem Sinne bleibt nur abzuwarten, wie lange Kiki Blofeld oder das Yaam dort bleiben können.

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