Für Jacob Korn war schon recht früh klar, dass der Computer sein Instrument ist. Er investierte als junger Mensch seine gesamte Freizeit in die Musik und soll dafür jetzt mit dem Förderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet werden.
Bereits als Kind lauschte Jacob Korn, bedingt durch seine Eltern, den Klängen von „Kraftwerk“. Somit war eigentlich schon klar, dass ihn später einmal die Techno- und Housebewegung der 90er Jahre mitreißen würde. Doch das alleinige Konsumieren der Musik reichte ihm bald nicht mehr aus, sodass er recht schnell an seinen eigenen Tracks bastelte.
Als dann kürzlich darüber informiert wurde, dass er mit dem Förderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet werden soll, wusste er zunächst laut eigener Aussage nicht wofür. Doch die 5.000 Euro Preisgeld weiß er bereits zu verwenden. Korn plant, und wie sollte es auch anders sein, das gesamte Geld in sein Studio zu investieren. Doch dort ist es gut angelegt, hat er schließlich mittlerweile sein Hobby zum Beruf gemacht.
Für Manuel Göttsching war es ein Zufall, dass er ein in sich perfektes Musikstück komponiert hatte, doch das Stück avancierte zu einem Meilenstein der elektronischen Musik.
Als Gitarrist der Band Ash Ra Tempel komponierte Manuel Göttsching öfter Musikstücke, jedoch verwunderte es ihn, dass er auf Anhieb ein solch in sich stimmiges Werk geschaffen hatte. Er hätte es sich nie träumen lassen, dass das im Jahre 1981 eingespielte Album “E2-E4″, welches ursprünglich gar nicht hätte veröffentlicht werden sollen, einmal solch einen Erfolg haben würde. Doch machte ihn gerade dieses Werk zu einem Pionier der Berliner Elektronik Szene.
Das Internet als Medium hat eine komplette Umwälzung der Musikbranche bewirkt. Die CD liegt nun mehr oder weniger neben der Kassette und der Langspielplatte auf dem Friedhof – Songs können heutzutage überall und jederzeit heruntergeladen werden. Doch soziale Netzwerke wiederum entpuppen sich oft als Sprungbrett für (Nischen-)Künstler.
Ein Album im Laden für einen Festpreis verkaufen – das waren noch Zeiten! In den letzten Jahren haben zunächst illegale Tauschbörsen den “Handel” ins Netz verlagert. Zum Glück ist hat die Branche nachgezogen und auch den legalen Handel mit Singles, Alben und nicht zuletzt dem MErchandising ebenfalls hauptsächlich ins Internet bewegt. Und auch, wenn es oftmals (immer noch) heißt, dass im Internet die Musik gestohlen wird, kommen Künstler im Netzzeitalter um einen eigenen Internetauftritt nicht mehr herum.
Dass in William Shatner viel mehr steckt als ein Captain Kirk beweist uns der 80-jährige indem er sich auf die Suche nach Major Tom macht.
Den meisten ist der Schauspieler William Shatner wohl hauptsächlich als Captain Kirk aus der Serie Raumschiff Enterprise im Gedächtnis verankert. Doch kann der ehemalige Captain viel mehr als nur Kommandos zu erteilen. Neben der Schauspielerei ist Shatner als Werbeikone für eine Online-Reisebörse engagiert. Seine größte Leidenschaft neben dem Schauspielern lebt er aber in der Musik. Bis heute hat er in unterschiedlichen Abständen sieben CD’s veröffentlicht.
Die „Gorillaz” veröffentlichen mit „The Gorillaz: ‚The Singles Collection: 2001-2011‘“ rechtzeitig zur Weihnachtszeit ihr erstes Best-Of Album.
Die „Gorillaz“, hinter denen Damon Albarn und Jamie Hewlett stecken, haben sich als Antwort auf die Substanzlosigkeit der Musikbranche gegründet. Wer hätte gedacht, dass die Band, die im Guinnessbuch der Rekorde als „erfolgreichste virtuelle Band“ einen Eintrag hat, 10 Jahre bestehen würde?
Ihr unverkennbarer Stil, mit dem sie sich auf keinen speziellen Musikstil festlegen lassen, macht sie in der heutigen Musiklandschaft einzigartig und eigentlich unersetzbar. Mit technischer und musikalischer Innovation und ganz ohne Stilgrenzen, haben die „Gorillaz“ die Musikwelt revolutioniert und dürfen sich nach 10 Jahren ruhig mal auf einem Best-Of Album ausruhen.
Sänger Lauri Ylönen tauschte die Gitarre gegen den Computer ein und produzierte so sein erstes Soloalbum. Das Resultat ist tanzbar und durchaus radiotauglich.
Ursprünglich wollte Sänger Lauri Ylönen, vielen wohl eher bekannt als Frontmann von „The Rasmus“, die Arbeit an einem neuen Album der Band beginnen. Zunächst läuft alles genauso wie auch bei den anderen Alben der Band, Lauri trifft sich mit Gitarrist Pauli Rantasalmi und schreibt ein paar Songs.
Zusammen erstellen sie dann erste Demoversionen der Songs, müssen dabei allerdings feststellen, dass diese nicht 100%ig nach “The Rasmus” klingen. Auch nachträglich eingesetzte Gitarrenriffs können an dieser Tatsache nicht viel ändern. Die Ideen, die bereits umgesetzt worden waren sollten aber auch nicht verkommen, weshalb der Sänger sie als Grundlage für sein Soloalbum nimmt. Die Entwicklung des Albums geht von da an sehr stark in die Richtung der elektronischen Musik, weshalb es komplett auf den Klang von Gitarren verzichtet.
Dominik Eulberg ist: „Ravender Ornithologe“, DJ, Produzent und ein außergewöhnlicher Künstler der Techno-Szene.
Dominik Eulberg. Die einen lieben seine Musik und die anderen sind der Meinung, er wäre vielleicht besser bei der Vogelkunde geblieben. Kein anderer DJ hat sich der Natur so verschrieben wie Herr Eulberg. Nachdem er für sein letztes Album, „Heimische Gefilde“, den Preis der deutschen Schallplattenkritik bekommen hat, auf dem er einzelne Tracks anmoderiert, meldete sich Dominik Eulberg in diesem Jahr mit einer neuen Platte zurück. Auf „Diorama“ führt er mal wieder kreuz und quer durch die heimische Biosphäre. Die Reisegruppe wird gebeten einzusteigen!
Dominik Eulberg – Natur trifft Bass
Dominik Eulberg (1978 geb.) kommt ursprünglich aus dem Westerwald und studiert(e) in Bonn Biologie und Geographie mit Schwerpunkt Naturschutz. Wäre da nicht die Musik, könnte man ihn wahrscheinlich auf einem Hochsitz dabei beobachten, wie er Vögel und andere Tiere beobachtet. Schon die Titel seiner ersten Alben lassen erahnen, dass er sehr mit der (heimischen) Natur verbunden ist. Sie lauten: „Flora & Fauna“ (2004), „Kreucht & Fleucht“ (2005), „Bionik“ (2007) und „Heimische Gefilde“ (2007).
Mashups oder auch Bastard Pop ist eine Musikrichtung, die Mitte der 1990er Jahren aufkam. Hierbei werden zwei oder mehr Musikstücke zu einer Art Musikcollage vermischt.
Mashup heißt übersetzt soviel wie „Vermischen“ und beschreibt damit treffend die Praxis dieses Remixphänomens. Meist wird die Gesangsspur des einen Liedes mit der Instrumetalspur eines anderen überlagert. Heraus kommen meist eingängige Party-Tracks. Werden mehr als zwei Tracks miteinander vermischt, spricht man von einem Multi-Mashup. Heute gibt es diverse Mashup-Tracks, da es aufgrund der fortschreitenden Technik, den Internettauschbörsen und zahlreichen Videoportalen immer leichter geworden ist, Mashup-Tracks zu produzieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die kommerzielle Vermarktung hingegen hält sich weiterhin in Grenzen.
2006 erschien das letzte Album von Seeed. Nun bringen die Berliner mit dem neuen Song Molotov und einer Cover-Version des 80er-Jahre-Hits „Wonderful Life“ endlich frischen Stoff auf den Markt.
Lange lassen Seeed ihre Fans warten – ganze fünf Jahre ist es inzwischen her, das die Berliner Band ein neues Album veröffentlichte. Seither wandelten die Künstler lieber auf Solopfaden, am erfolgreichsten wohl Peter Fox, als sich weiteren Band-Aktivitäten zu widmen. Mit zwei neuen Songs, die als Digital-Bundle bei iTunes erhältlich sind, bieten Seeed nun einen Vorgeschmack auf ein neues Album, dass 2012 fertig werden soll.
Chris Liebing ist ein Multitalent – er ist ein weltweit gefragter DJ, Produzent, hat seine eigene Radio Show, ist die treibende Kraft hinter den Labels CLR und Spinclub Recordings und Erfinder des Schranz. Spätestens seit der Jahrtausendwende zählt er zu den ganz Großen in der Techno-Szene.
Chris Liebing ist einer der ersten DJs, der die neuen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters für sich nutzte und konsequent und kreativ in seiner Musik einsetzte. Mitte der 90er Jahre führte er, mehr durch Zufall, den Begriff „Schranz“ ein, der heute aus dem Wortschatz der Techno-Anhänger nicht mehr wegzudenken ist.