27.12.2010

Die Geschichte des HipHops – Die vier Elemente

Da der HipHop auf eine relativ junge Geschichte zurückblicken kann, weiß man über deren Entwicklung sehr genau Bescheid. Vor allem die vier Elemente dieser Subkultur spielen eine bedeutende Rolle.

Turntable © Flickr / Boris van Hoytema

Alles begann Mitte der siebziger Jahre in der New Yorker Bronx. Dort entwickelte sich in den Armenvierteln das, was wir heute unter HipHop verstehen.

DJing auf block parties

Die kommerzielle Discomusik eroberte in dieser Zeit die Tanztempel der ganzen Welt und in der Bronx wurden als Gegenbewegung die sogenannten „block parties“ organisiert. Auf diesen Veranstaltungen entstand eins der vier Hauptelemente – das DJing, dessen Entwicklung zu einem der wichtigsten Eckpfeiler des HipHops zu dieser Zeit noch gar nicht absehbar war.

Im Vordergrund stand das Experimentieren mit Plattenspielern und Schallplatten. Schließlich waren die illegalen „block parties“ ein Wettkampf zwischen den DJs, die um die lauteste Anlage und die beste Party battleten.

Mit der Zeit entwickelten die DJs neue Techniken, um die Qualität der Musik zu verbessern. Es entstanden unverzichtbare Neuerungen wie das Scratching, Backspinning und das Beatmatching. So entstand die DJ-Musik, bei der nun die Gesamtkomposition und nicht mehr einzelne Tracks im Vordergrund steht.

MCing und Breaking

Die DJs standen jedoch bald vor dem Problem, dass ihnen das Publikum nur noch zusah, anstatt zu tanzen. Deshalb engagierten sie Anheizer, die das Partyvolk zum Weitermachen animieren sollten. Das zweite Element war geboren – das MCing!

Die frischen Sounds der DJs und die Texte der MCs brachten die Massen zum Tanzen. Schnell entwickelte sich ein Tanzstil, der später als Breakdance bekannt wurde. Das Breaking oder B-Boying erfordert viel Körperbeherrschung, da sich schnelle und akrobatische Bewegungen permanent abwechseln.

MC © Flickr / Seo2 | Por Puro Amor Al Rap

Graffiti

Das letzte Element ist die Graffiti-Kultur, die durch den Film „Wild Style“ bekannt wurde. Die Grundregeln des sogenannten Writing ist einfach: Schreibe mit einem Textmarker oder einer Sprühdose deinen Namen und markiere so dein Gebiet im öffentlichen Raum. Die Bandbreite des Malens reicht hierbei vom einfachsten Namenszug (Tag) bis hin zum dreidimensionalen Bild (Piece). Dabei ist es sehr wichtig, wie das Tag oder Piece platziert wird. Auch hier ist die Regel einfach: Je sichtbarer, je waghalsiger und risikoreicher (die zu erreichende Stelle), desto besser. Grund: Die Maler machen sich mit diesen Aktionen strafbar, und bekkämen somit ernsthafte Probleme, wenn sie erwischt würden. Doch gerade das ist der besondere Reiz, der Anerkennung verspricht.

Alle vier Elemente des HipHops beeinflussen sich gegenseitig und wirken aufeinander ein. Gerade in der Anfangszeit legten die Anhänger der Subkultur großen Wert auf die Grundsätze, wonach sich ein aktiver HipHopper nicht auf eine einzige Disziplin beschränken sollte: „Ein echter HipHopper beherrscht alle Disziplinen ein wenig. Früher konnte jeder Sprayer auch breaken und jeder Rapper auch malen“.

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