Marteria: Der Rapper mit der markanten Stimme
Marteria gehört zu den wenigen Rappern, die sich durch ihre markante und eindringliche Stimme auszeichnen. Der Wahl-Berliner ist seit einigen Jahren im HipHop aktiv und hatte 2010 mit seinem zweiten Album „Zum Glück in die Zukunft“ seinen großen Durchbruch.
Es ist ruhig geworden um den deutschen Hip Hop, aber Marteria lässt ihn wieder aufleben. Der Rostocker mit der tiefen Stimme lässt mit viel Bass jedes HipHop-Herz höher schlagen. Jedoch schlagen in Marterias Brust zwei Herzen, denn sein Alter Ego Marsimoto kann das Rappen nicht lassen.
Marteria – Die Biografie und der musikalische Werdegang
Materia, der mit bürgerlichen Namen Marten Laciny heißt, wird am 4. Dezember 1982 in Rostock geboren. Als begeisterter und talentierter Fußballer schafft er es sogar in den U-17 Kader der deutschen Nationalmannschaft.
Aber auch eine andere Vorliebe wächst und zwar die Liebe zum Hip Hop. 1995 beginnt Marteria zu rappen und gründet seine eigene Crew.
1997 unternimmt er eine Reise nach New York, die jedoch nicht ohne Folgen bleibt. Ein Talentscout entdeckt ihn und will Marteria als Model unter Vertrag nehmen. Marteria nimmt das Angebot an und kehrt seiner alten HipHop-Crew den Rücken zu und modelt in New York unter anderem für Hugo Boss und Diesel.
A.K.A. Marsimoto – Schauspielstudium und “Sekundenschlaf” mit Peter Fox
Die neue Umgebung inspiriert Marteria auch musikalisch. Seine neuen Ideen nimmt er mit in die Heimat und zieht 2003 mit einem Kumpel nach Berlin und studiert Schauspiel. In Berlin entstehen auch erste Aufnahmen seines Alter Egos Marsimoto, der eine Hommage an den amerikanischen Rapper Quasimoto ist und sich ebenfalls durch eine gepitchte Stimme auszeichnet. Das 2006 erschienene Album „Halloziehnation“ bekommt nur positive Kritiken.
Aber auch Marteria ist musikalisch sehr aktiv und 2007 erscheint sein erstes Album „Bass Ventura“ und er geht mit Jan Delay auf Tour. 2008 erscheint dann das zweite Album von Marsimoto „Zu Zweit Allein“. 2009 wird er auch deutschlandweit bekannt. Bei Stefan Raab’s Bundesvision Songcontest tritt er für das Land Mecklenburg-Vorpommern an und erreicht mit „Zum König geboren“ den 12. Platz.
2010 ist dann Marterias Jahr. Im August 2010 erschien sein zweites Album „Zum Glück in die Zukunft“. Darauf zu hören sind zum Beispiel „Verstrahlt“, „Marteria Girl“, „Sekundenschlaf“ mit Peter Fox oder “Endboss”, in dem Song beschreibt er sein Leben.