Eine Silent Disco mag für außenstehende auf den ersten Blick ziemlich seltsam aussehen, da sich die Menschen auf der Tanzfläche nicht im gleichen Takt bewegen. Doch wer sich selbst einen Kopfhörer aufsetzt, der wird schnell merken, dass diese Art zu feiern ein besonderes Erlebnis darstellt.
Eine gut gefüllte Tanzfläche ist zunächst nichts ungewöhnliches, doch bei einer Silent Disco fällt etwa sofort ins Auge: Jeder Gast trägt einen Kopfhörer und es scheint fast so, als würde jeder in seiner eigenen Welt zu seinem eigenen Rhythmus tanzen. Doch wer sich selbst auch auf die Tanzfläche begibt, der wird schnell merken, dass dem tatsächlich so ist und man wirklich in eine andere Welt abdriftet. Beliebt sind Silent Discos mittlerweile besonders auf Festivals, da so auch noch nach der Sperrstunde munter weitergefeiert werden kann.
Für Jacob Korn war schon recht früh klar, dass der Computer sein Instrument ist. Er investierte als junger Mensch seine gesamte Freizeit in die Musik und soll dafür jetzt mit dem Förderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet werden.
Bereits als Kind lauschte Jacob Korn, bedingt durch seine Eltern, den Klängen von „Kraftwerk“. Somit war eigentlich schon klar, dass ihn später einmal die Techno- und Housebewegung der 90er Jahre mitreißen würde. Doch das alleinige Konsumieren der Musik reichte ihm bald nicht mehr aus, sodass er recht schnell an seinen eigenen Tracks bastelte.
Als dann kürzlich darüber informiert wurde, dass er mit dem Förderpreis der Stadt Dresden ausgezeichnet werden soll, wusste er zunächst laut eigener Aussage nicht wofür. Doch die 5.000 Euro Preisgeld weiß er bereits zu verwenden. Korn plant, und wie sollte es auch anders sein, das gesamte Geld in sein Studio zu investieren. Doch dort ist es gut angelegt, hat er schließlich mittlerweile sein Hobby zum Beruf gemacht.
Der Abschied vom „Icon“ fällt den Anhängern der Berliner Clubszzene nicht leicht, denn durch die Schließung des Clubs erfährt das Berliner Nachtleben einen großen Verlust.
Das „Icon“ war über die Stadtgrenzen Berlins hinaus bekannt und lockte Nachtschwärmer aus aller Welt an. In diesem Club lief man den Trends nicht hinterher, sondern setzte sie. Mit einer Vielfalt an wechselnden Partys, Events und Konzerten boten die Betreiber ihren Gästen ein breites Spektrum an.
Durch Kooperationen mit Partnern wie beispielsweise der Modemesse „Bread & Butter“ oder der internationalen Musikmesse „Popkomm“ konnte sich das „Icon“ in der Berliner Club-Szene fest etablieren. Doch nun musste der Club in der ehemaligen Groterjahn-Brauerei im Prenzlauer Berg für immer schließen.
Für Manuel Göttsching war es ein Zufall, dass er ein in sich perfektes Musikstück komponiert hatte, doch das Stück avancierte zu einem Meilenstein der elektronischen Musik.
Als Gitarrist der Band Ash Ra Tempel komponierte Manuel Göttsching öfter Musikstücke, jedoch verwunderte es ihn, dass er auf Anhieb ein solch in sich stimmiges Werk geschaffen hatte. Er hätte es sich nie träumen lassen, dass das im Jahre 1981 eingespielte Album “E2-E4″, welches ursprünglich gar nicht hätte veröffentlicht werden sollen, einmal solch einen Erfolg haben würde. Doch machte ihn gerade dieses Werk zu einem Pionier der Berliner Elektronik Szene.
Sänger Lauri Ylönen tauschte die Gitarre gegen den Computer ein und produzierte so sein erstes Soloalbum. Das Resultat ist tanzbar und durchaus radiotauglich.
Ursprünglich wollte Sänger Lauri Ylönen, vielen wohl eher bekannt als Frontmann von „The Rasmus“, die Arbeit an einem neuen Album der Band beginnen. Zunächst läuft alles genauso wie auch bei den anderen Alben der Band, Lauri trifft sich mit Gitarrist Pauli Rantasalmi und schreibt ein paar Songs.
Zusammen erstellen sie dann erste Demoversionen der Songs, müssen dabei allerdings feststellen, dass diese nicht 100%ig nach “The Rasmus” klingen. Auch nachträglich eingesetzte Gitarrenriffs können an dieser Tatsache nicht viel ändern. Die Ideen, die bereits umgesetzt worden waren sollten aber auch nicht verkommen, weshalb der Sänger sie als Grundlage für sein Soloalbum nimmt. Die Entwicklung des Albums geht von da an sehr stark in die Richtung der elektronischen Musik, weshalb es komplett auf den Klang von Gitarren verzichtet.
2006 erschien das letzte Album von Seeed. Nun bringen die Berliner mit dem neuen Song Molotov und einer Cover-Version des 80er-Jahre-Hits „Wonderful Life“ endlich frischen Stoff auf den Markt.
Lange lassen Seeed ihre Fans warten – ganze fünf Jahre ist es inzwischen her, das die Berliner Band ein neues Album veröffentlichte. Seither wandelten die Künstler lieber auf Solopfaden, am erfolgreichsten wohl Peter Fox, als sich weiteren Band-Aktivitäten zu widmen. Mit zwei neuen Songs, die als Digital-Bundle bei iTunes erhältlich sind, bieten Seeed nun einen Vorgeschmack auf ein neues Album, dass 2012 fertig werden soll.
Die Karaoke im Mauerpark zieht jeden Sonntag unzählige Berliner und Besucher der Stadt in Richtung Prenzlauer Berg. Ob Laien oder fast schon Profimusiker – hier kann Jeder zeigen, was er drauf hat.
Neben der Karaoke im Mauerpark Berlin ist auch der all-sonntägliche Flohmarkt nebenan immer wieder Anziehungspunkt für Jung und Alt. Definiert ist hier gar nichts, das Publikum ist genauso bunt gemischt wie die Musikauswahl der Karaoke-Teilnehmer oder die Auslagen der Flohmarktstände. Was einst ein Geheimtipp war, hat sich längst zu einem der szenigsten Treffpunkte des Berliner Wochenendes entwickelt und ist weit über die Grenzen der Hauptstadt bekannt: hier wurde Kurier-Fahrer Joe Hatchiban mit seinem Spezialfahrrad und mobiler Karaoke-Station berühmt.
Letztes Jahr feierte die Berlin Music Week seine atemberaubende Premiere. Unter ihrem Dach vereinten sich auf einzigartige Weise Musikgeschichte und -zukunft und lockte zehntausende Musikfans und Fachbesucher auf das stillgelegte Gelände des Tempelhofer Flughafens. Am 7. September 2011 geht die Berlin Music Week in die zweite Runde.
Die Berlin Music Week hat sich nach nur einem Jahr als internationale Musikmesse etabliert. Unter ihrem Namen vereint sich ein breites Spektrum an Musikveranstaltungen. Mit der a2n-Konferenz, dem Berlin Festival, der Popkomm und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm in der Kulturbrauerei und der ClubSpreeBerlin positionierte sich Berlin 2010 als Hauptstadt der Musikindustrie neu. Im September 2011 verwandelt sich Berlin erneut in eine pulsierende Musikmetropole.
Ein Wochenende feinste Electro-Music auf 6 Indoor & Outdoor Floors im Arenaclub, Badeschiff, Glashaus und Arena. 38 DJ’s legen nonstop auf und Berlins angesagtesten Locations vibrieren. Bei elektronischer Musik und Techno einer hochkarätigen Line Up wie Justus Köhncke oder dem Krause Duo tanzt Berlin durch und verlegt die Liebe auf später.
Was „Fuck me now and love me later meets Gruppenzwang“ im letzten Jahr für Standards gesetzt hat, gilt es diesen Juli wieder zu erreichen. Kein leichtes Ziel, aber leicht ist ja auch langweilig und die Berliner Elektroszene kennt den Weg hoch hinaus. Mit dem Motto der beliebten Party ohne Grenzen treffen die Veranstalter das Feeling in Berlin auf den Ton genau: Erst hemmungslosen Spaß haben und danach dahinschmelzen. Und wer weiß, ob bei so viel Daueraufregung nicht auch der ein oder andere Höhepunkt drin ist.
Na das ist doch mal ein krasser Wandel: Ex-Rapper Sera Finale tut sich mit Claus Capek, Ex-Mitglied der Band ohne Namen, zusammen und macht trashigen Party-Punk zum Abfeiern. Am 15.07. erscheint das erste Album von Keule aus der Hauptstadt.
„Ich hab Dich gestern Nacht auf Youporn gesehn“ ist wohl der eingängigste Titel der im Sommer 2010 gegründeten Zwei-Mann-Kombo und gleichzeitig das erste Release von Keule, bei denen es mächtig auf die Ohren gibt, und das auch mal unter der Gürtelline – Partymucke aus Berlin, irgendwo zwischen Mickie Krause und Die Atzen.