Hip Hop ist eine Kulturbewegung, die in amerikanischen Ghettos ihren Ursprung fand und heute auf der ganzen Welt ihre Anhänger findet. Nicht nur die Musik entwickelte sich rasant – auch ein spezieller Modestil entstand durch die Hip Hop-Bewegung.
Besonders charakteristisch für Hip Hop Mode sind die weiten Schnitte, die sich beispielsweise in Jeans wiederfinden. Die so genannten Baggy Pants werden vorwiegend von Männern, aber auch von Hip Hop begeisterten Frauen getragen.
Was in den frühen Achtzigern als Dokumentation der echten Szene und sozialkritisches Genre mit Fokus auf die Hauptelemente des Hip Hop begann, nahm ein Jahrzehnt später starken Bezug zur Kriminalität und verläuft sich seitdem oft in filmischen Stereotypisierungen der Szene.
Hip Hop zum Lachen
In den 90ern wurde Hip Hop mehr und mehr zu einer Seifenblase der Klischees und Popmusik. In Filmen wie „CB4“ (1993) oder „Class Act“ (1992) diente das natürlich auch dazu, die starren Stereotype des Gangsterrappers auf zu brechen, um zu zeigen, dass Hip Hop nicht nur aus Gewalt und Drogen bestand. Später wurden aber genau diese Parodien durch keine vorhandenen, positiven Alternativen erweitert, sodass Komödien und Gangsterfilme lediglich die Bilder der Kriminellen oder Möchtegern-Hopper festigten.
In den mittlerweile doch sehr eintönigen Musikvideos lässt sich das Wesen des Hip Hop kaum noch erkennen. Wirft man aber einen Blick auf die Genre-typischen Filme, so zeichnen sie im besten Fall die weitreichende Kultur der Hip Hop Bewegung auf.
Am Anfang war „Wild Style“
Im Klassiker „Wild Style“ (1982) finden sich nicht nur die vier prägnanten Elemente des Hip Hop (DJ-ing, Breaking, Graffiti und MC-ing), sondern auch die Beweggründe und Ambitionen der Hip Hopper. Gerade die Tatsache, dass die Charaktere im Film realen Künstlern entsprachen (u.A. Grandmaster Flash), macht „Wild Style“ vielmehr zu einer Dokumentation der echten Szene und wirft somit Licht auf das damals noch frische Genre. Ähnlich in den Themen, aber sehr viel ernster und sozialkritischer war „Beatstreet“ (1984), in dem zum ersten Mal auch die Probleme der Inakzeptanz der Gesellschaft gegenüber den Künstlern aufgezeigt wurden.
Als sich HipHop und alles was dazu gehörte auch in Deutschland verbreitete, hatte die Jugendkultur zuerst eine eher kleine Anhängerschaft. Erst eine Gruppe aus Stuttgart machte den Sprechgesang im deutschsprachigen Raum populär.
Anfang der 1980er Jahre wurden auch die Jugendlichen hierzulande von der Breakdance- und Grafitti-Welle aus Amerika infiziert. Der HipHop entwickelte sich in verschiedenen deutschen Ortschaften zu einer eigenständigen Jugendkultur.
Da der HipHop auf eine relativ junge Geschichte zurückblicken kann, weiß man über deren Entwicklung sehr genau Bescheid. Vor allem die vier Elemente dieser Subkultur spielen eine bedeutende Rolle.
Alles begann Mitte der siebziger Jahre in der New Yorker Bronx. Dort entwickelte sich in den Armenvierteln das, was wir heute unter HipHop verstehen.