Wenn man an Rapper aus der Hauptstadt denkt, werden einem vermutlich als erstes die Urgesteine des Berliner Hip Hops, Sido und Bushido, in den Sinn kommen. Doch während diese beiden mit ihren ersten Filmen schon an den eigenen Denkmälern arbeiten, räumen jede Menge Newcomer und Konkurrenten das Feld von hinten auf.
Fast ein ganzes Jahrzehnt war das Independent Label Aggro Berlin Aushängeschild für Hip Hop aus der Hauptstadt. Die Musiker orientierten sich dabei klar am Vorbild US-amerikanischer Gangsterrapper. Nach etwa neun erfolgreichen Jahren hatte das Publikum schließlich genug von Songtexten über deutsche Ghettos und das harte Leben eines Berliner Gangsters.
Sie waren DER Act beim diesjährigen Berlin Festival auf dem Rollfeld des stillgelegten Flughafens in Tempelhof – die Beginner. Und nach ihrem Auftritt und auch schon, als dieser bekannt gegeben wurde war klar: jeder ist gespannt ein neues Album der Jungs.
Begonnen haben die Ikonen des deutschen Hip Hops vor mittlerweile 20 Jahren in Hamburg. Damals waren sie noch zu siebent, nahmen ihre Songs auf englisch auf und nannten sich „Absolute Beginners“. Nach und nach fielen die Mitglieder ab, bis auf „Bambule“ nur noch ein illustres Quartett zu hören war. Als sie dann einen Plattenvertrag bei Universal bekamen, war Martin (noch auf „Geh bitte“ auf „Bambule“ zu hören) der Rummel zu groß und er verließ die Band. Ohne Martin verlor das Trio auch sein „Absolute“ und nannte sich von da an nur noch „Beginner“.